Stadtdenkmal Glückstadt – zwischen erwarteten und unerwarteten Eindrücken

Blick auf den Glückstädter Marktplatz und die Stadtkirche Glückstadt
Blick auf den Glückstädter Marktplatz und die Stadtkirche Glückstadt

Schon wieder jährt sich die Existenz dieses Blogs und ich bin immer wieder über die viele positive Resonanz beeindruckt. Als Dankeschön an dieser Stelle ein paar Impressionen aus Glückstadt.

Glückstadt - dänische Stadtgründung - Stadtdenkmal
Glückstadt – dänische Stadtgründung – Stadtdenkmal

Etwas verstaubt und eingesponnen trohnt die Büste des Dänenkönigs und Stadtgründers Christian IV unweit der Glückstädter Stadtkirche.
Mit der Gründung von Glückstadt, welches sich nördlich von Hamburg an der Elbe befindet, wollten die Dänen einen bewussten Gegenpol zum prosperierenden Hamburg etablieren und mit der freien Hansestadt in Konkurrenz treten.

Glückstadt ist eine der wenigen „Reißbrettstädte“ Schleswig-Holsteins. Sein nahezu sechseckiger Grundriss folgte in seiner Realisierung den Idealvorstellungen von Renaissance und Frühbarrock.

Bis heute ist das Stadtbild durch eine Vielzahl an historischen Gebäuden verschiedener Epochen geprägt. Seit Anfang der 1980’er Jahre ist Glückstadt „Stadtdenkmal“. Ein „Titel“ der durchaus auch als Ausdruck des städtischen Bewusstseins und der Bemühungen um den Erhalt des kulturellen Erbes verstanden werden sollte.

Birkenstock zwischen Fußgängerzone und Fleth
Birkenstock zwischen Fußgängerzone und Fleth

Zwischen wieder freigelegtem Fleth (rechts) und Fußgängerzone (links) findet sich „Gewohnt-Ungeliebtes“. Ob es zwischen Spielstraße und Birkenstock wohl einen Zusammenhang gibt?

Am Kirchplatz - die vergessene zweite Reihe
Am Kirchplatz – die vergessene zweite Reihe

Etwas abseits vo Marktplatz – in der zweiten Reihe – befindet sich die Straßen-Platz-Situation „Am Kirchplatz“. Neben einem ehemaligen Kino finden sich hier durchaus repräsentative Gebäude, die abseits des zentralen Marktplatzes durchaus drohen in Vergessenheit zu geraten.

Schlachterstrasse 7 - ehemaliges Gemeindehaus (Kirche, Schule) der Mennoniten, Remonstranten und Reformierten
Schlachterstrasse 7 – ehemaliges Gemeindehaus (Kirche, Schule) der Mennoniten, Remonstranten und Reformierten

„Vom Gemeindehaus zur Dönerbude“ – Das bereits 1816 entnutzte Gemeindehaus diente verschiedenen Religionsgemeinschaften als Predigtstätte und Schule. Neben den Reformierten gehörten insbesondere Zuwanderer aus den Niederlanden zu den Nutzern. Über Generationen prägten diese und ihre Religionsgemeinschaften das Stadtbild von Glückstadt. In der Gegenwart wird das ehemalige Gemeindehaus als Destination interkultureller Gastronomie – als Mischung aus Pizza- und Dönerbude – genutzt.

Kurzes Fazit nach Kurzzeitaufenthalt:
Auf jeden Fall einen Besuch wert.


Some words in English:
One more year stadtdenker.wordpress.com.

This article presents some pics and impressions of Glückstadt a city situated at the border of the river Elbe. Today it’s known for its ferry and its specific „Hering-culture“, thus the city is far more. Glückstadt was founded by the Danish king Christian IV. The Danish tried to develop a counterpart to the city of Hamburg. Glückstadt is a living cultural heritage, shaped through Immigrants from the Netherlands and other countries… A place worth visiting.

The last pic shows a former church-/school buiding. It is nowadays used as a kind of low-budget diner.


Christoph Albrecht Verfasst von:

2 Kommentare

  1. Jan
    6. November 2015
    Antworten

    Hallo, Danke für den interessanten Blog ! Ich fand es immer ein bisschen schade, dass über das alte Gemeindehaus in der Schlachterstraße so wenig zu erfahren war. Dort gibt es meines Wissens bis heute auch keine Hinweistafel oder ähliches. Daher Danke, dass sie es hier ansprechen ! Nur eine kurze Anmerkung dazu: Auch die Reformierten waren wie die Remonstranten und Mennoniten ursprünglich holländische Zuwanderer. Freue mich schon über neue Beiträge.

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